jeden Tag eine Zeichnung

Eine selbst gestellte Challenge, 21 Tage eine Zeichnung und meine Beobachtungen dazu:

 

Ich habe vor ein paar Wochen beschlossen eine kleine selbst auferlegte Challenge zu machen: jeden Tag eine Zeichnung. Das kam daher, weil ich sehr beschäftigt war und ich überhaupt nicht zum künstlerischen Arbeiten kam. Ich unterrichte gerade sehr viel sowohl an der Uni als auch in meinem Online Kurs und es geht meistens ums Zeichnen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich platze bald, wenn ich nicht selber was tue. Außerdem fand ich mich etwas unglaubwürdig, wenn ich z.B. von meinen Studenten und Kurs Teilnehmerinnen verlange, sich jeden Tag mit etwas zeichnerischen zu beschäftigen und ich selber nichts mache. Ich finde es wichtig sich immer wieder Zeit einzuräumen für die eigene Kunst und gebe dazu auch immer wieder schlaue Ratschläge. Deshalb hatte ich beschlossen, ich mache einen Selbstversuch.

 

Dabei habe ich Folgendes beobachtet!

1. Beobachtung: die liebe Zeit!

 

Ich finde es schwierig selbst 10 Minuten freizuschaufeln. Bevor ich anfange zu zeichnen, habe ich das Gefühl, ich habe wirklich keine Zeit dafür. Ich sehe, dass ich da einer großen Illusion erliege. Ich mache ja selbst an einem viel beschäftigen Tag auch mal 10 Minuten Pause oder daddele auf meine I Pad oder Phone herum. Also die Wirklichkeit ist, ich habe 10 Minuten, um mich meinem Zeichnen zu widmen, aber es erscheint als Etwas so großes, dass es mit schwerfällt, sie dem Zeichnen zu widmen.

 

2. Beobachtung: wird es leichter, je regelmäßiger ich es mache?

Ja und nein. Ich bin sehr schlecht in Routinen. Deshalb ist mein Leben auch manchmal anstrengend. Also ich bin nicht in der Lage zu sagen, ich mache es jetzt wirklich immer am Morgen, bevor ich was anderes mache oder immer am Abend. Allerdings habe ich festgestellt, dass sich doch eine Routine unfreiwillig eingestellt hat. Denn meistens mache ich jetzt meine Zeichnung am Abend manchmal als letztes vom Tag. Weil ich es dann den ganzen Tag aufgeschoben habe und es doch machen will. Also die Routine kommt von allein. Allerdings stimmt auch, dass ich mich verpflichtet habe, es zu machen. So bleibe ich wirklich dabei. Es wird einfacher und herausfordernder, aber dazu später.

 

3. Beobachtung: was zeichne ich eigentlich?

Da ich keine Zeit zum Planen habe, zeichne ich das, was vor mir liegt. Das ist sehr spannend. Ich sehe, wie ich mich sehr merkwürdigen Motiven widme, wo ich im Leben nicht auf die Idee gekommen wäre, sie zu zeichnen. Das macht mir wirklich Spaß und fordert mich gleichzeitig heraus. Denn das, was da so um mich herum ist, ist nicht immer einfach zu zeichnen oder ich habe mich noch nie daran gewagt. Z.B. habe ich neulich einen Kandelaber aus Kristallen bei einem Freund gezeichnet. Es hat mir total Spaß gemacht, auch wenn ich nicht 100 % mit dem Ergebnis zufrieden war. Aber es war eine Herausforderung. Es fällt mir allerdings schwer ganz frei zu zeichnen also nicht Gegenständlich. Mein Gefühl sagt mit, dafür brauche ich eine größere Zeitspanne. Selbst wenn die Wahrheit ist, dass auch meine großen Zeichnungen manchmal sehr schnell gehen. Aber ich muss in einer bestimmten emotionalen Verfassung sein und die kann ich nicht abrufen. Wahrscheinlich hat es damit etwas zu tun.

 

4. Beobachtung: was mache ich mit den Zeichnungen?

Ich veröffentliche sie auf Facebook und auf Instagram. Das ist eine weitere Herausforderung und auch ziemlich weit weg von meiner Komfortzone. Denn einerseits unterrichte ich Zeichnen und möchte nicht gerade als schlechte Zeichnerin bloß gestellt werden, andererseits habe ich einige Künstlerfreunde auf Instagram denen ich normalerweise nie im Leben eine 10 Minuten Zeichnung von mir zeigen würde. Da ich so wenig Zeit habe, zeichne ich meistens nach der Natur und mache keine freien Zeichnungen, was ich sonst sehr viel mehr mache und auch meine Stärke ist. Ich setze mich also auch etwas unter Druck mit dem Veröffentlichen meiner Arbeiten. Das Erstaunliche dabei ist, dass die Resonanz sehr positiv ist. Bisher hat noch keiner geschrieben oh wie schrecklich, Wie wagst du es nur so was öffentlich zu zeigen. Ich habe mehr Likes auf Instagram than ever z. B. Bekomme auch sehr positives Feedbacks von vielen Menschen.

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5. Beobachtung: was passiert sonst noch?

Ich bekomme wieder Lust mehr zu machen. Mein Blick verändert sich und ich komme ins Beobachten. Ich bemerke das manchmal in kleinen Dingen während des Alltags. Darüber freue ich mich besonders. Aber ich bekomme auch Ideen z. B. mal wieder groß zu zeichnen, meine freien Zeichnungen zu kombinieren mit etwas abgezeichneten, meine bildhauerischen Arbeiten zeichnerisch zu verarbeiten . Das finde ich lauter sehr wertvolle Inspirationen für mich und dafür hat sich alles andere schon gelohnt.

 

6. Beobachtung: Was lerne ich schätzen?

Ich lerne wieder zu schätzen das Arbeiten in kleinen Schritten. Ich habe immerhin jetzt schon 14 Zeichnungen in meinem Skizzenbuch. Hätte ich die Challenge nicht gemacht hätte ich keine Zeichnung drin. Es geht langsam, aber es geht voran. Sobald ich mehr Zeit habe, werde ich daraus was weiter entwickeln. Ich bin in der Lage mein künstlerisches Bankkonto etwas aufzufüllen und ich bleibe im Fluss. Auch wenn der Fluss zur Zeit nur ein kleines Bächlein ist, aber ich kann immer wieder dahin gehen und mich da dran laben. Das gibt mir Sicherheit und Motivation. Die Schritte sind klein, aber ich weiß auch aus der Vergangenheit, wenn das Terrain vorbereitet ist, dann ist es einfach, da weiterzugehen. Es ist nicht nur einfach, sondern es kann auch sehr schnell gehen. Denn wenn die Idee da ist, braucht es ja nur noch die Umsetzung. Früher habe ich viel Zeit damit verbracht zur Idee zu kommen. Ich habe viel vagabundiert, um die Klarheit zu bekommen, was ich jetzt gerade arbeiten will. Ich stell fest, das ist einfacher geworden und dabei hilft mir auch meine tägliche Zeichnung.

 

7. Beobachtung: was tut mir so gut daran?

Ich habe gemerkt, dass mir das Zeichnen richtig guttut. Sobald ich mich endlich hingesetzt habe mit Stift und Papier, komme ich zur Ruhe. Ich trete in den Beobachtungsmodus ein und vergesse, was um mich herum passiert. Ich vergesse auch ein Stück die Zeit und kann mich dadurch sehr entspannen. Das passiert eigentlich jedes Mal. Es ist so ein Wunder, das wirklich wieder zu erleben. Denn ich zeichne zwar immer wieder zwischendurch aber nicht so regelmäßig.

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Was ist die Botschaft für dich als Leser, jeden Tag zeichnen?

 

Die wesentlichen Erkenntnisse sind folgende:

 

1. Dranbleiben lohnt sich und finde deinen Rhythmus

Ich glaube tatsächlich, dass das dauernde und ständige Tun in ein bestimmte Richtung hilft, damit sich was Neues hereinschleichen kann. Da ich auf dem Land lebe, schaue ich gerne, was die Bauern hier so machen oder beobachte unsere kleinen Eichen, die dann in 10 Jahren zu stattlichen Bäumen wurden. Ich habe gelernt ganz direkt und durch das reine Beobachten, das alles mit dem ersten Schritt beginnt. Dann geht es Schritt für Schritt weiter. Ein Schritt vor dem anderen aber regelmäßig. Einen Rhythmus finden. Den eigenen Rhythmus finden im Dranbleiben und weitergehen. Für mich ist Rhythmus immer wieder ein großes Thema. Als jüngste in der Familie habe ich nicht gelernt meinen eigenen Rhythmus zu finden, weil immer meine großen Geschwister den Rhythmus vorgaben. Sie waren natürlich schneller als ich und zerrten mich mit sich herum. Erst durch das Tanzen und durch die Kunst habe ich die Bedeutung und die Notwendigkeit des Rhythmus gelernt und konnte es hinreichend ausprobieren. Wenn ich sehr beschäftigt bin, dann verliere ich das wieder, dann habe ich die Tendenz in alle Richtungen gleichzeitig zu streben. Da habe ich gemerkt, wie mir meine kleine tägliche Zeichnung hilft.

2. Nach der Natur zeichnen

Sich hinzu setzen und irgendetwas abzuzeichnen ist zwar eine etwas altmodische Sache, aber es hilft in vielerlei Hinsicht. Du konzentrierst Dich total auf das, was du tust. Alles andere um Dich herum versinkt in einer Welt aus Watte. Ob es Dir gelingt oder nicht, das zu zeichnen, was du siehst, ist eigentlich egal, denn wichtig ist das du versuchst es zum Gelingen zu bringen. Es gelingt Dir auch, wenn du in diesem Modus bist. Für jemanden wie mich, die erst spät das Zeichnen gelernt hat, ist es immer wieder eine große Überraschung, dass ich es wirklich kann. Ich kann einen dreidimensionalen Gegenstand zweidimensional abbilden. Hurra! Das fördert mein Selbstbewusstsein und öffnet meine Sinne. Deshalb probiere es aus und mach da weiter.

 

3. Sich zeigen mit dem was du gemacht hast.

Ich merke gerade wieder, wie wichtig es ist, sich zu zeigen auch mit den unterschiedlichen Schattierungen. Denn dich zeigen, bringt Dich weiter, du wirst mutiger und entdeckst die Welt da draußen ist weniger erschreckend, als sie manchmal scheint. Klar such Dir die richtigen Foren. Ich habe z. B. eine Facebookgruppe, wo sich viele zeigen können. Wir haben ein wirklich freundliches Umfeld kreiert und alle werden unterstützend begleitet vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen. Wenn sich niemand zeigt, können wir auch nicht von den anderen lernen. Von dem was du zeigst, profitieren auch die anderen wie umgekehrt. Die eigene Arbeit plötzlich auf dem Bildschirm zu sehen verändert sie nochmal, du bekommst Distanz und siehst sie mit anderen Augen. Das ist ein weiterer sehr positiver Effekt. Wenn andere sie kommentieren und anschauen, schaust du mit den Augen der anderen. Das stimuliert Dich, auch wenn es manchmal Angst macht.

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Fazit

 

Es ist ausgesprochen wichtig Dir Deine regelmäßige künstlerische Routine anzueignen. Dich selbst zu überzeugen regelmäßig was zu tun. Dich überraschen zu lassen, was dabei herauskommt und bleibe dran, bleibe dran und mach weiter.

Ich freue mich über Kommentare und wie es Dir damit geht.

 

 

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