Du willst Deine Werke zeigen hast aber Angst vor Kritik. In diesem Artikel lernst Du einiges über den Umgang mit Kritik an Deiner Kunst. Du lernst aber auch wie wichtig es ist, sich dem zu stellen und bekommst Hinweise, wie Du das machen kannst, ohne zu sehr verletzt zu werden.

In dem Moment wo Du künstlerisch tätig bist, egal was Du machst, malst, zeichnest, fotografierst oder sonst was, kommt der Moment, in dem Du Deine Werke gern zeigen möchtest und sei es auch nur den engsten Freunden oder Deinem Partner. Kunst hat ja viel mit Kommunikation zu tun. Wir wollen uns in irgendeiner Form mitteilen und zwar in einer nonverbalen Art. Wir arbeiten oft mit Teilen unseres Unbewussten und daher zeigen wir oft viel von uns selbst. Das ist einerseits eine wunderbare Form der Kommunikation, und anderseits macht es uns sehr verletzlich. Daher ist es so wichtig, den richtigen Umgang mit Kritik zu erlernen. Kritik und Kritik ist nämlich nicht immer das Gleiche. Manche Kritik macht uns einfach nur nieder und andere baut uns auf. Gute Kritik hilft Dir zu glühen und zu glänzen und Dein ganzes Potenzial zu entfalten. Darum geht es ja eigentlich, wie das funktioniert erfährst Du im Laufe des Artikels.

Wie ging es mir selbst mit Kritik

Ich selbst war immer höchst empfindlich für Kritik und habe es so gefürchtet, dass ich alles tat, um mich dem nicht auszusetzen. Z. B. in meinem ersten Job, den ich an der Uni hatte, der nichts mit Kunst zu tun hatte, habe ich jeglicher Kritik vorgebeugt. Wenn ich etwas präsentieren musste, habe ich anschließend alle kritischen Punkte selbst erwähnt, und habe meine eigene Arbeit praktisch gleich nieder gemacht. Der Vorteil für mich war, niemand traute sich mehr was Negatives zu sagen, sondern musste mich loben. Der Nachteil war, ich konnte nichts dazu lernen. Man kann sich natürlich auch fragen, warum ich nicht gleich alle diese Punkte verbessert habe, wenn ich sie doch sehen konnte. Das habe ich dann viel später gelernt, unter anderem auch durch meine künstlerische Tätigkeit, aber dazu gleich. Insofern habe ich mich intensiv damit auseinander gesetzt, wie ich mit Kritik umgehen kann und

 

Wann ich Kritik an meiner künstlerischen Arbeit abfrage.

Dafür gibt es zwei Zeitpunkte

Du weißt nicht weiter und brauchst Rat.

Dann solltest du Dir Rat bei jemandem holen, dem Du vertraust und von dem Du weißt er/sie ist kompetent, um Dir weiter zu helfen..

Die Arbeit ist für Dich fertig und Du willst damit irgendwie nach draußen gehen.

 

Wichtig ist, dass du von deiner Arbeit überzeugt bist und dass du Verantwortung für Deine Arbeit übernimmst. Gleichzeitig bist du offen genug, um das zu hören, was auch immer dazu kommt. Falls du erst anfängst, such Dir erst Menschen, denen Du vertraust und teste mit ihnen, um dann den Kreis zu erweitern.

 

 

 

Kritik, die Dir nicht unbedingt weiterhilft

 

  1. Neidkritik

 

Es gibt eine Art von Kritik, die mit Dir nicht sehr viel zu tun hat sondern mehr mit dem anderen. Ich unterscheide da die Neidkritik oder manchmal auch die Machtkritik. Die Neidkritik entsteht dadurch das derjenige der/die dich kritisiert, eigentlich neidisch auf Dich ist. Sie/er gönnt Dir nicht, dass Du Dich traust, Dein Ding zu machen und damit auch noch rauszugehen. Dahinter steckt natürlich, dass er/sie es gern selber tun würde, aber sich nicht traut. Das ist ja fast immer die Ursache von Neid. Diese Art von Kritik hat mit Dir und insbesondere mit Deiner Arbeit wenig zu tun. Sie dient dazu, Dich klein zu halten und Dich zu verschrecken, damit Du Deinen Weg bloß nicht weiter gehst und wohl möglich noch damit Erfolg hast. Wo kommen wir denn dahin. Diese Art von Kritik kann auch von uns nahestehenden Menschen kommen, gute Freundin, Mutter, große Schwester usw. Als ich ganz am Anfang meiner künstlerischen Tätigkeit war und Dinge ausprobierte , die wirklich keine große Kunst waren, hat meine große Schwester, die gerade ihre Galerie aufgegeben hatte, die Tendenz mich ziemlich klein zu machen und meinen Arbeiten mit Missachtung zu begegnen. Zum Glück habe ich das ignoriert und einfach weiter gemacht.

 

  1. Machtkritik

 

In eine ähnliche Richtung geht die Kritik, die ich Machtkritik nenne. Jemand will Dir zeigen, dass er Macht über Dich hat und Dich deswegen klein machen muss. Funktioniert ähnlich wie die Neidkritik, hat mit Dir und Deiner Arbeit wenig zu tun, kann aber sehr schmerzhaft sein. Es geht dabei darum, dass der Andere Dir demonstrieren will, wie mächtig er ist und das Du nicht wirklich zählst. Diese Kritik kommt manchmal sehr unerwartet und meistens von Menschen, die einem nicht so nahe stehen. Das kann eine/r aus der Kunstwelt sein, ein andere/r Künstler/in ( Künstler/innen sind nicht immer unbedingt nette Menschen). Kann aber auch irgendwer sein, der/die einfach irgendwie ein Macht Ding hat im allgemeinen oder mit Dir.

 

Wichtig bei diesen beiden Arten der Kritik und ihren Varianten ist, sie nicht zu stark an sich rankommen zu lassen. Oft haben sie natürlich auch irgendwie Recht, denn sonst würde es ja nicht so verletzen. Es ist meistens die Art und Weise, wie sie vorgetragen wird. Du weißt nicht wirklich, was Du damit jetzt anfangen sollst, außer dass es Dich verletzt. Es hilft Dir nicht in diesem Moment Deine Arbeit weiter zu entwickeln. Der beste Weg damit umzugehen ist, den Menschen auf seinen Platz zu verweisen, freundlich aber bestimmt und ihn in Zukunft nicht mehr zu fragen Auf jeden Fall diese Kritik nicht persönlich nehmen.

 

  1. Kritik um der Kritik willen

 

Es gibt Menschen, die können einfach nichts Gutes stehen lassen und müssen immer etwas kritisieren, da gilt etwas ähnliches, wie oben schon gesagt, Die Motive sind vielfältig und haben immer etwas mit der Unzufriedenheit dieser Menschen zu tun, wofür du aber nichts kannst.

 

   4. Kritik die dich sehr verletzt, aber was Wahres dran ist

 

Die Art von Kritiken in Punkt eins, zwei und drei können diese Wahrheit enthalten. Die Art und Weise wie sie vorgetragen ist, lässt sie uns nicht annehmen. Wir spüren, dass sie uns klein machen soll. Manchmal wissen wir aber auch intuitiv, das etwas Wahres dran ist.  Dann ist es gut, Abstand zu nehmen. Wenn der erste Schmerz und Frust verraucht ist ,nochmal in Ruhe zu prüfen, was denn wohl dran sein könnte und was Du von dieser Kritik annehmen kannst und was nicht. Wir waren zwar nicht in der Lage aus welchen Gründen auch immer es vorher wirklich zu ändern, können es ja aber immer noch tun. Hier kann sich  ein großer Widerstand in uns regen und ein großes Nein. Widerstand ist immer ein Zeichen, dass der andere einen wunden Punkt getroffen hat und es sich lohnt in zu überwinden.

 

Zwei Strategien wenn Widerstand gegen die Kritik auftaucht:

 

Mit sich selbst ganz ehrlich zu sein, tief Luft zu holen, alles was einen verletzt ausatmen und dann noch mal ganz unbefangen auf die eigene Arbeit schauen, rein horchen, was an der Kritik dran ist. Das kann Du allein versuchen oder Dir jemandem, dem/der Du vertraut, holen und diesen Prozess gemeinsam machen. Je tiefer die Wunde dahinter ist, desto größer wird der Widerstand sein. In diesem Fall ist es in der Tat besser sich professionellen Rat zu holen.

 

Kleines Beispiel von mir selbst: Ich hatte immer die Tendenz, die Sachen nicht zu Ende zu machen. So bot ich natürlich immer eine gut Breitseite für Kritik, die mich dann sehr verletzte. Bis ich eines Tages mal wirklich mit einem meiner Lehrer dahinter geschaut habe, warum ich eigentlich Dinge nicht zu Ende mache. Es war nicht sehr einfach mir das anzuschauen. Ich wollte irgendwie nicht wirklich Verantwortung für das übernehmen, was ich da gemacht hatte. So war es immer offen und ich konnte sagen, aber das war ja noch nicht fertig oder so was. Ist nicht meine Schuld.

 

Es hat mir sehr geholfen, das zu erkennen, denn diese unfertigen Arbeiten haben mich sehr an meinem Erfolg gehindert.

 

 

Kritik, die konstruktiv ist und weiterhilft

 

Das ist die Kritik, die wir brauchen. Wenn wir lernen und uns weiterentwickeln wollen, brauchen wir Feedback von Anderen. Das ist in der Kunst genauso wie im wirklichen Leben. Wir brauchen auch das Rad nicht immer wieder neu zu erfinden. Ein gute Feedback oder eine konstruktive Kritik hilft uns  große Schritte zu tun und unsere Begrenzungen zu erweitern.

Diese Kritik wird in einer positiven Weise vorgetragen, so dass es einfach für dich ist, sie anzunehmen. Wenn du das Gefühl hast, sie ist nicht stimmig in diesem Moment, ist die Gruppe oder der/die Lehrerin immer bereit auch das zu akzeptieren. Deine Arbeit wird so wie sie ist respektiert und du als Person auch. Das ist eigentlich die wichtigste Voraussetzung. In diesem Rahmen hast du auch die Freiheit ja oder nein zu sagen. Diese Art von Kritik hat zum Ziel, Dir weiter zu helfen, Dich zu motivieren, Dich in Deiner Größe zu sehen und Dein Potenzial zu fördern, so dass Du wachsen kannst. In solche einem Umfeld kannst Du auch mit Deinen Widerständen und Blockaden arbeiten. Denn es geht nicht darum dich zu ändern, sondern Schritt für Schritt mit Dir zu gehen und zu schauen, welche Türen Du behutsam aufmachen kannst und welche vielleicht noch nicht. Am Ende bist Du in der Lage Deine Grenzen zu erweitern und weiterzugehen. Das Ganze nennt man Wachsen. Denn in der Kunst geht es wie im wirklichen Leben immer wieder darum kleine Schritte zu machen, um die eignen Grenzen und Einschränkungen langsam zu vergrößern. So lernen wir unsere Angst zu überwinden und zu unserem wirklichen Potenzial vorzustoßen.

Diese Art von Kritik gibt Dir ein guter Lehrer/in zum Beispiel in Einzelsitzungen oder sie kommt in gut geführten Gruppen vor, wie z. B. in meiner

Facebookgruppe : entwickle Deine künstlerischen Talente.

In meinen Einzelsitzungen arbeite ich genauso und auch in meinen Gruppen. Vielleicht fühlst du dich ja inspiriert und es klingt was in Dir. Um zu sehen wie wir eventuell zusammen arbeiten können melde Dich zu einem kostenlosen Vorgespräch von 30 Minuten an.

Schreibe uns doch im Kommentar, wie es Dir geht mit Kritik und welche Erfahrungen Du damit hattest.

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